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Stipendien für Heilige Messen

Seit der Urkirche feiert die Kirche das hl.  Meßopfer auch in den besonderen Anliegen einzelner Gläubiger oder für die Seelenruhe bestimmter Verstorbener. Man spricht hier von einer bestimmten Meinung, in der das hl.  Meßopfer dargebracht wird.

Wer sich auch nur ein wenig mit den Letzten Dingen auskennt, weiß, wie überaus wertvoll das hl.  Meßopfer gerade auch für die Armen Seelen ist.

Was sind
Meß-
stipendien?
Was sind
die Früchte

der Messe?
Fragen?
   
Feier hl. Messe(n)
in Auftrag
geben

     

 

Was sind Meßstipendien?

Man kann einem Priester ein Stipendium (einen Geldbetrag) geben, damit er die hl. Messe in einer bestimmten Meinung feiert. Dazu erklärt der Moraltheologe Franz Adam Göpfert: "Das Meßstipendium ist keine Bezahlung der Messe, kein Preis für die Konsekration - das wäre Simonie; es ist auch kein bloßes Almosen, sonst könnten reiche Priester kein Stipendium annehmen, sondern es ist ein Beitrag zum Lebensunterhalt des Priesters, wogegen dieser ex iustitia gehalten ist, die hl. Messe in der besonderen Intention (= Meinung) des Gebers darzubringen. (...) Wie der Priester seine Würde, sein Ansehen, seine Reinheit, seine Wirksamkeit vom heiligsten Sakramente empfängt, so auch, wenigstens teilweise, seinen Lebensunterhalt (1 Kor. 9, 13)" (Göpfert, Moraltheologie, Paderborn 1924, Bd. 3, S.111)

Eine Meinung (Anliegen) - Ein Stipendium - Eine hl. Messe

Im "alten Ritus" ist es selbstverständlich, dass ein Priester eine Hl. Messe auch nur in einem Anliegen feiert: "Es sind gesonderte Messen nach den Meinungen zu feiern (applizieren), für die je ein, wenn auch geringes, Stipendium gegeben und angenommen worden ist." (Can. 948 CIC)

Unsere Priester halten sich ganz selbstverständlich an diese Bestimmung, d.h. eine (1) einzige hl.  Messe wird pro Stipendium gefeiert (Applikation), wie es seit jeher in Übung war und daher von den Gläubigen berechtigterweise erwartet wird.

     

 

Meßstipendien, eine konkrete Hilfe

Priester welche Sie hier unterstützen erhalten für ihren Unterhalt keine Gelder aus Kirchensteuern oder leben in Diözesen, in denen es gar keine Kirchensteuer gibt. Deshalb empfehlen wir Ihnen die unten im einzelnen aufgeführten Beträge. Gott vergelte Ihnen jede freiwillige Unterstützung unserer Priester in schwerer Zeit!

     

Früchte der Hl. Messe

(aus: Ludwig Ott, "Grundriß der katholischen Dogmatik", Freiburg 1965, S. 493 f)

Unter den Früchten des Meßopfers versteht man die Wirkungen, die das Meßopfer als Sühnopfer und Bittopfer ex opere operato hervorbringt: die propitiatorischen, satisfaktorischen und impetratorischen Wirkungen. Man unterscheidet seit Scotus eine dreifache Meßfrucht:

  1. die allgemeine Meßfrucht (fructus generalis). Diese kommt unabhängig von der Intention des zelebrierenden Priesters der ganzen Kirche, den lebenden Gläubigen und den armen Seelen des Fegfeuers zugute; denn jedes Meßopfer ist Opfer für die Kirche (D 944). Vgl. die Offertoriumsgebete.
  2. die besondere Meßfrucht (fructus specialis oder ministerialis oder medius). Diese kommt den Personen zugute, für die das Meßopfer in besonderer Weise dargebracht (appliziert) wird, seien es Lebende oder Verstorbene.
    Die Darbringung des hl. Meßopfers für bestimmte Personen bezeugen schon Tertullian (De monog. 10), Cyprian (Ep. 1,2), Augustin (Conf. IX 12 f.). Pius VI. verwarf die Aufstellung der Synode von Pistoia (1786), die in der Lehre, daß der Priester die Opferfrüchte zuwenden kann, einen Eingriff in die Rechte Gottes sah und die Ansicht, daß die Stipendiengeber eine besondere Opferfrucht empfangen, als falsch bezeichnete. D. 1530, CIC (Anm.: 1917!) 809. Vgl. die Mementogebete.
  3. die persönliche Meßfrucht (fructus specialissimus oder personalis). Diese wird dem zelebrierenden Priester als dem Diener und Stellvertreter des primären Opferpriesters Jesus Christus und den mitopfernden Gläubigen zuteil.
    Da das Meßopfer ebensowenig wie die Sakramente mechanisch wirkt, ist der Empfang der Opferfrüchte vom Vorhandensein einer sittlichen Disposition und das Maß der empfangenen Früchte vom Grad der Disposition abhängig (vgl. D 799).

     
 
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