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S.E. Bischof Elmar Fischer

Missa Tridentina - Nachrichten
Bistum Feldkirch schränkt Motu Proprio erheblich ein

Der Bischof von Feldkirch, S.E. Elmar Fischer, hat das päpstliche Motu Proprio mit Ausführungsbestimmungen erheblich eingeschränkt.

Es wird in folgenden wesentlichen Teilen aufgehoben oder verändert:

  • Die "Gruppengröße" wird auf "zwei- bis drei Dutzend Personen" festgelegt
  • Eine religiöse Praxis ausschließlich nach den älteren Büchern wird untersagt
  • Es sei "bis auf Weiteres angebracht" den Wortgottesdienst nach der neuen Leseordnung abzuhalten.
  • Für die Feier der Missa Tridentina ist die Erlaubnis des Bischofs einzuholen.

Hier der Originaltext:

Gemäß dem Motu Proprio Papst Benedikt XVI. "Summorum Pontificum" ist es ab 14. September 2007 erlaubt, das Meßopfer nach der vom seligen Papst Johannes XXIII. promulgierten Editio typica des Römischen Meßbuchs als außerordentliche Form der Liturgie der Kirche unter den dort aufgeführten Bedingungen zu feiern.

Der Heilige Vater will, daß der Bischof in der Diözese Regelungen trifft, die eine Feier der Missa Tridentina in Abstimmung mit geltenden Bestimmungen und Traditionen ermöglicht.

Deshalb sind nachfolgende Ausführungsbestimmungen entsprechend Kanon 31 des Kirchenrechtes einzuhalten:

1. Die im oben genannten Motu Proprio enthaltenen Bestimmungen treten für die Diözese Feldkirch zum 14. September 2007 in Kraft.

2. Als die Forma ordinaria der Feier der Eucharistie gilt weiterhin das von Papst Paul VI. veröffentlichte und dann in zwei weiteren Auflagen von Johannes Paul II. neu herausgegebene Missale.

Die Feier nach der Fassung des Missale Romanum, die unter der Autorität von Papst Johannes XXIII. 1962 veröffentlicht wurde, ist dagegen eine Forma extraordinaria (Motu Proprio Art. 1).

Jede eigenmächtige Veränderung der dort vorgegebenen Texte und Riten oder deren Vermischung ist zu unterlassen. Insbesondere ist darauf zu achten, daß nicht aus mangelnden Kenntnissen oder Vorlieben Mischformen aus beiden Formen der Zelebration entstehen.

3. Der Gemeindegottesdienst einer Pfarre ist an Sonn- und Feiertagen wie auch an Werktagen in der Forma ordinaria zu halten. Wenn eine Gruppe von Gläubigen die Forma extraordinaria wünscht, darf dies die Feier des Gemeindegottesdienstes nicht außerordentlich erschweren oder verhindern.

4. Eine Gruppe, die die Forma extraordinaria wünscht, muß eine Zahl von zwei bis drei Dutzend Personen umfassen.

5. Der Bitte der Gläubigen nach Feier der Messe in Forma extraordinaria darf der Pfarrer nur entsprechen, wenn gewährleistet ist, daß die Bittenden die Verbindlichkeit des II. Vatikanums und seiner Beschlüsse anerkennen und treu zum Papst und zu den Bischöfen stehen.

6. Zur vollen Communio gehört, daß die Gläubigen die Feier nach den neuen liturgischen Büchern im Prinzip nicht ausschließen. Es ist daher darauf zu achten, daß Gläubige, die um die Meßfeier in der Forma extraordinaria bitten, auch Zugang finden zum spirituellen Reichtum und der theologischen Tiefe der Meßfeier in der Forma ordinaria, damit „das Missale Pauls VI. die Gemeinden eint und von ihnen geliebt wird“ (Brief Benedikt XVI. an die Bischöfe vom 7. Juli 2007).

Eine religiöse Praxis, die sich ausschließlich auf die Meßfeier in der Forma extraordinaria beschränkt, wirkt trennend und ist der Absicht des Motu Proprio entgegen, deshalb nicht erlaubt.

7. Bis auf weiteres ist es angebracht, für den Wortgottesdienst die neue Leseordnung zu verwenden und sie in deutscher Sprache vorzutragen.

8. Papst Benedikt XVI. erwartet von den Zelebranten der Missa Tridentina eine Mindestkenntnis der lateinischen Sprache und liturgischer Bildung.

Wer eine der Bedingungen nicht erfüllt, ist verpflichtet, sich diese in entsprechenden Kursen zu erwerben und dies auch nachzuweisen.

9. Für die Feier der Missa Tridentina mit Gläubigen ist die Erlaubnis des Bischofs einzuholen. Es ist ihm auch über allfällige Defizite Bericht zu erstatten, damit gegebenenfalls an die zuständige Institution in Rom um Klärung angesucht werden kann.

10. Was für jede Form der Feier grundwichtig erscheint: Der innere Vollzug der Feier, die Participatio actuosa, soll den Gläubigen, besonders Kindern und Jugendlichen erschlossen werden.

Es geht in jeder Eucharistie darum, aus dem Wort Gottes für das eigene Leben die Gabe an den Herrn zu bereiten, die zu innerer Wandlung und Veränderung des Verhaltens führt, die die Gemeinschaft, die Communio mit Christus vertieft und so zum Segen wird für die Gestaltung des Lebens.

Der Heilige Paulus spricht dies in Röm 12,1 f. deutlich aus:

„Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Brüder, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt; das ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst.

Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist.“

Dieser innere Vorgang trägt zur Sinngebung, zur Entfaltung der Persönlichkeit und zur Beziehungsfähigkeit entscheidend bei. Der innere Vollzug der Feier soll die Befähigung zur Liebe (Mt 22, 35-40), wie ER geliebt hat (Jo 15,12), entfalten.