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Noticia
primissima!!!Motu Proprio Summorum Pontificum
Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI hat im 3. Jahr seines Pontifikats, am
Samstag, dem 7. Juli 2007 a.D., dem Fest der Heiligen Cyrill und Methodius das
Motu Proprio "Summorum Pontificum" veröffentlicht
und gestattet damit
allen Priestern des lateinischen Ritus die Zelebration des überlieferten
römischen Ritus' nach dem Missale Romanum von 1962.
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eo gratias, halleluja,
halleluja |
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Summorum Pontificum DEUTSCHE FASSUNG
(Inoffizielle Übersetzung von kath.net)
Motu Proprio SUMMORUM PONTIFICUM
Die Sorge der Päpste ist es bis zur heutigen Zeit
stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen
würdigen Kult darbringt, „zum Lob und Ruhm Seines Namens“ und „zum Segen für
Seine ganze heilige Kirche“.
Seit unvordenklicher Zeit wie auch in Zukunft gilt es den Grundsatz zu
wahren, „demzufolge jede Teilkirche mit der Gesamtkirche nicht nur
hinsichtlich der Glaubenslehre und der sakramentalen Zeichen übereinstimmen
muss, sondern auch hinsichtlich der universal von der apostolischen und
ununterbrochenen Überlieferung empfangenen Gebräuche, die einzuhalten sind,
nicht nur Irrtümer zu vermeiden, sondern auch damit der Glaube unversehrt
weitergegeben wird; denn das Gesetz des Betens (lex orandi) der Kirche
entspricht ihrem Gesetz des Glaubens (lex credendi).“ (1)
Unter den Päpsten, die eine solche gebotene Sorge walten ließen, ragt der
Name des heiligen Gregor des Großen heraus; dieser sorgte dafür, dass sowohl
der katholische Glaube als auch die Schätze des Kultes und der Kultur,
welche die Römer der vorangegangenen Jahrhunderte angesammelt hatten, den
jungen Völkern Europas übermittelt wurden.
Er ordnete an, dass die in Rom gefeierte Form der heiligen Liturgie – sowohl
des Messopfers als auch des Officium Divinum – festgestellt und bewahrt
werde.
Eine außerordentlich große Stütze war sie den Mönchen und auch den Nonnen,
die unter der Regel des heiligen Benedikt dienten und überall zugleich mit
der Verkündigung des Evangeliums durch ihr Leben auch jenen äußerst
heilsamen Satz veranschaulichten, dass „dem Gottesdienst nichts vorzuziehen“
sei (Kap. 43). Auf solche Weise befruchtete die heilige Liturgie nach
römischem Brauch nicht nur den Glauben und die Frömmigkeit, sondern auch die
Kultur vieler Völker.
Es steht fraglos fest, dass die lateinische Liturgie der Kirche – mit ihren
verschiedenen Formen in allen Jahrhunderten der christlichen Zeit – sehr
viele Heilige im geistlichen Leben angespornt und so viele Völker in der
Tugend der Gottesverehrung gestärkt und deren Frömmigkeit befruchtet hat.
Dass aber die heilige Liturgie diese Aufgabe noch wirksamer erfüllte, darauf
haben verschiedene weitere Päpste im Verlauf der Jahrhunderte besondere
Sorgfalt verwandt; unter ihnen ragt der heilige Pius V. heraus, der mit
großem seelsorglichen Eifer auf Veranlassung des Konzils von Trient den
ganzen Kult der Kirche erneuerte, die Herausgabe verbesserter und „nach der
Norm der Väter reformierter“ liturgischer Bücher besorgte und sie der
lateinischen Kirche zum Gebrauch übergab.
Unter den liturgischen Büchern des römischen Ritus ragt das Römische
Messbuch deutlich heraus; es ist in der Stadt Rom entstanden und hat in den
nachfolgenden Jahrhunderten schrittweise Formen angenommen, die große
Ähnlichkeit haben mit der in den letzten Generationen geltenden.
„Dasselbe Ziel verfolgten die Päpste im Lauf der folgenden Jahrhunderte,
indem sie sich um die Erneuerung oder die Festlegung der liturgischen Riten
und Bücher bemühten und schließlich am Beginn dieses Jahrhunderts eine
allgemeine Reform in Angriff nahmen“. (2) So aber hielten es Unsere
Vorgänger Clemens VIII., Urban VIII., der heilige Pius X., (3) Benedikt XV.,
Pius XII. und der selige Johannes XXIII.
In jüngerer Zeit brachte das Zweite Vatikanische Konzil den Wunsch zum
Ausdruck, wonach mit der gebotenen Achtsamkeit und Ehrfurcht gegenüber dem
Gottesdienst dieser ein weiteres Mal reformiert und den Erfordernissen
unserer Zeit angepasst werden sollte.
Von diesem Wunsch geleitet hat Unser Vorgänger Papst Paul VI. die
reformierten und zum Teil erneuerten liturgischen Bücher im Jahr 1970 für
die lateinische Kirche approbiert; überall auf der Erde in eine Vielzahl von
Volkssprachen übersetzt, wurden sie von den Bischöfen sowie von den
Priestern und Gläubigen bereitwillig angenommen.
Johannes Paul II. rekognoszierte die dritte Editio typica des Römischen
Messbuchs. So haben die Päpste daran gearbeitet, dass „dieses ‚liturgische
Gebäude‘ […] in seiner Würde und Harmonie“ neu erstrahlte. (4)
Andererseits hingen in manchen Gegenden durchaus nicht wenige Gläubige den
früheren liturgischen Formen, die ihre Kultur und ihren Geist so grundlegend
geprägt hatten, mit derart großer Liebe und Empfindung an und tun dies
weiterhin, dass Papst Johannes Paul II., geleitet von der Hirtensorge für
diese Gläubigen, im Jahr 1984 mit dem besonderen Indult „Quattuor abhinc
annos“, das die Kongregation für den Gottesdienst entworfen hatte, die
Möglichkeit zum Gebrauch des Römischen Messbuchs zugestand, das von Johannes
XXIII. im Jahr 1962 herausgegeben worden war; im Jahr 1988 forderte Johannes
Paul II. indes die Bischöfe mit dem als Motu Proprio erlassenen
Apostolischen Schreiben „Ecclesia Dei“ auf, eine solche Möglichkeit
weitherzig und großzügig zum Wohl aller Gläubigen, die darum bitten,
einzuräumen.
Nachdem die inständigen Bitten dieser Gläubigen schon von Unserem Vorgänger
Johannes Paul II. über längere Zeit hin abgewogen und auch von Unseren
Vätern Kardinälen in dem am 23. März 2006 abgehaltenen Konsistorium gehört
worden sind, nachdem alles reiflich abgewogen worden ist, nach Anrufung des
Heiligen Geistes und fest vertrauend auf die Hilfe Gottes, BESCHLIESSEN WIR
mit dem vorliegenden Apostolischen Schreiben folgendes:
Art. 1. Das von Paul VI. promulgierte Römische Messbuch ist die ordentliche
Ausdrucksform der „Lex orandi“ der katholischen Kirche des lateinischen
Ritus. Das vom hl. Pius V. promulgierte und vom sel. Johannes XXIII. neu
herausgegebene Römische Messbuch hat hingegen als außerordentliche
Ausdrucksform derselben „Lex orandi“ der Kirche zu gelten, und aufgrund
seines verehrungswürdigen und alten Gebrauchs soll es sich der gebotenen
Ehre erfreuen.
Diese zwei Ausdrucksformen der „Lex orandi“ der Kirche werden aber
keineswegs zu einer Spaltung der „Lex credendi“ der Kirche führen; denn sie
sind zwei Anwendungsformen des einen Römischen Ritus.
Demgemäß ist es erlaubt, das Messopfer nach der vom sel. Johannes XXIII.
promulgierten und niemals abgeschafften Editio typica des Römischen
Messbuchs als außerordentliche Form der Liturgie der Kirche zu feiern. Die
von den vorangegangenen Dokumenten „Quattuor abhinc annos“ und „Ecclesia
Dei“ für den Gebrauch dieses Messbuchs aufgestellten Bedingungen aber werden
wie folgt ersetzt:
Art. 2. In Messen, die ohne Volk gefeiert werden, kann jeder katholische
Priester des lateinischen Ritus – sei er Weltpriester oder Ordenspriester –
entweder das vom seligen Papst Johannes XXIII. im Jahr 1962 herausgegebene
Römische Messbuch gebrauchen oder das von Papst Paul VI. im Jahr 1970
promulgierte, und zwar an jedem Tag mit Ausnahme des Triduum Sacrum.
Für eine solche Feier nach dem einen oder dem anderen Messbuch benötigt der
Priester keine Erlaubnis, weder vom Apostolischen Stuhl noch von seinem
Ordinarius.
Art. 3. Wenn Gemeinschaften der Institute des geweihten Lebens und der
Gesellschaften des apostolischen Lebens – seien sie päpstlichen oder
diözesanen Rechts – es wünschen, bei der Konvents- bzw. „Kommunitäts“-Messe
im eigenen Oratorium die Feier der heiligen Messe nach der Ausgabe des
Römischen Messbuchs zu halten, die im Jahr 1962 promulgiert wurde, ist ihnen
dies erlaubt.
Wenn eine einzelne Gemeinschaft oder ein ganzes Institut bzw. eine ganze
Gesellschaft solche Feiern oft, auf Dauer oder ständig begehen will, ist es
Sache der höheren Oberen, nach der Norm des Rechts und gemäß der Gesetze und
Partikularstatuten zu entscheiden.
Art. 4. Zu den Feiern der heiligen Messe, von denen oben in Art. 2 gehandelt
wurde, können entsprechend dem Recht auch Christgläubige zugelassen werden,
die aus eigenem Antrieb darum bitten.
Art. 5 § 1. In Pfarreien, wo eine Gruppe von Gläubigen, die der früheren
Liturgie anhängen, dauerhaft existiert, hat der Pfarrer deren Bitten, die
heilige Messe nach dem im Jahr 1962 herausgegebenen Römischen Messbuch zu
feiern, bereitwillig aufzunehmen. Er selbst hat darauf zu achten, dass das
Wohl dieser Gläubigen harmonisch in Einklang gebracht wird mit der
ordentlichen Hirtensorge für die Pfarrei, unter der Leitung des Bischofs
nach der Norm des Canon 392, wobei Zwietracht zu vermeiden und die Einheit
der ganzen Kirche zu fördern ist.
§ 2. Die Feier nach dem Messbuch des sel. Johannes XXIII. kann an den
Werktagen stattfinden; an Sonntagen und Festen kann indes ebenfalls eine
Feier dieser Art stattfinden.
§ 3. Gläubigen oder Priestern, die darum bitten, hat der Pfarrer auch zu
besonderen Gelegenheiten Feiern in dieser außerordentlichen Form zu
gestatten, so z. B. bei der Trauung, bei der Begräbnisfeier oder bei
situationsbedingten Feiern, wie etwa Wallfahrten.
§ 4. Priester, die das Messbuch des sel. Johannes XXIII. gebrauchen, müssen
geeignet und dürfen nicht von Rechts wegen gehindert sein.
§ 5. In Kirchen, die weder Pfarr- noch Konventskirchen sind, ist es Sache
des Kirchenrektors, eine Erlaubnis bezüglich des oben Genannten zu erteilen.
Art. 6. In Messen, die nach dem Messbuch des sel. Johannes XXIII. zusammen
mit dem Volk gefeiert werden, können die Lesungen auch in der Volkssprache
verkündet werden, unter Gebrauch der vom Apostolischen Stuhl rekognoszierten
Ausgaben.
Art. 7. Wo irgendeine Gruppe von Laien durch den Pfarrer nicht erhalten
sollte, worum sie nach Art. 5 § 1 bittet, hat sie den Diözesanbischof davon
in Kenntnis zu setzen. Der Bischof wird nachdrücklich ersucht, ihrem Wunsch
zu entsprechen. Wenn er für eine Feier dieser Art nicht sorgen kann, ist die
Sache der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ mitzuteilen.
Art. 8. Ein Bischof, der für Bitten dieser Art seitens der christgläubigen
Laien Sorge tragen möchte, aber aus verschiedenen Gründen daran gehindert
wird, kann die Sache der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ berichten,
die ihm Rat und Hilfe zu geben hat.
Art 9 § 1. Der Pfarrer kann – nachdem er alles wohl abgewogen hat – auch die
Erlaubnis geben, dass bei der Spendung der Sakramente der Taufe, der Ehe,
der Buße und der Krankensalbung das ältere Rituale verwendet wird, wenn das
Heil der Seelen dies nahe legt.
§ 2. Den Bischöfen ist die Vollmacht gegeben, das Sakrament der Firmung nach
dem alten Pontificale Romanum zu feiern, wenn das Heil der Seelen dies nahe
legt.
§ 3. Die geweihten Kleriker haben das Recht, auch das Römische Brevier zu
gebrauchen, das vom sel. Johannes XXIII. im Jahr 1962 promulgiert wurde.
Art. 10. Der Ortsordinarius hat das Recht, wenn er es für ratsam hält, eine
Personalpfarrei nach Norm des Canon 518 für die Feiern nach der älteren Form
des römischen Ritus zu errichten oder einen Rektor bzw. Kaplan zu ernennen,
entsprechend dem Recht.
Art. 11. Die Päpstliche Kommission „Ecclesia Dei“, die von Johannes Paul II.
im Jahr 1988 errichtet wurde (5), fährt fort mit der Erfüllung ihrer
Aufgabe. Diese Kommission soll die Form, die Amtsaufgaben und die
Handlungsnormen erhalten, mit denen der Papst sie ausstatten will.
Art. 12. Dieselbe Kommission wird über die Vollmachten hinaus, derer sie
sich bereits erfreut, die Autorität des Heiligen Stuhls ausüben, indem sie
über die Beachtung und Anwendung dieser Anordnungen wacht.
Alles aber, was von Uns durch dieses als Motu Proprio erlassene Apostolische
Schreiben beschlossen wurde, ist – so bestimmen Wir – gültig und
rechtskräftig und vom 14. September dieses Jahres, dem Fest der
Kreuzerhöhung, an zu befolgen, ungeachtet jeder anderen gegenteiligen
Anordnung.
Gegeben zu Rom, bei Sankt Peter, am 7. Juli, im Jahr des Herrn 2007, dem
dritten Jahr Unseres Pontifikats.
Anmerkungen:
(1) INSTITUTIO GENERALIS MISSALIS ROMANI, EDITIO TERTIA, 2002, Nr. 397. (2)
PAPST JOHANNES PAUL II., Apostolisches Schreiben Vicesimus quintus annus vom
4. Dezember 1988, Nr. 3: AAS 81 (1989) 899. (3) Ebd. (4) HL. PAPST PIUS X.,
Apostolisches Schreiben „Motu Proprio“ Abhinc duos annos vom 23. Oktober
1913: AAS 5 (1913) 449-450; vgl. PAPST JOHANNES PAUL II., Apostolisches
Schreiben Vicesimus quintus annus, Nr. 3: AAS 81 (1989) 899. (5) Vgl. PAPST
JOHANNES PAUL II., Apostolisches Schreiben „Motu Proprio“ Ecclesia Dei
adflicta vom 2. Juli 1988, Nr. 6: AAS 80 (1988) 1498.
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Summorum Pontificum LATEINISCHE ORIGINALFASSUNG
LITTERAE APOSTOLICAE MOTU PROPRIO DATAE
BENEDICTUS XVI
Summorum Pontificum cura ad hoc tempus usque semper fuit, ut Christi
Ecclesia Divinae Maiestati cultum dignum offerret, «ad laudem et gloriam
nominis Sui» et «ad utilitatem totius Ecclesiae Suae sanctae».
Ab immemorabili tempore sicut etiam in futurum, principium servandum est
«iuxta quod unaquaeque Ecclesia particularis concordare debet cum universali
Ecclesia non solum quoad fidei doctrinam et signa sacramentalia, sed etiam
quoad usus universaliter acceptos ab apostolica et continua traditione, qui
servandi sunt non solum ut errores vitentur, verum etiam ad fidei
integritatem tradendam, quia Ecclesiae lex orandi eius legi credendi
respondet».
Inter Pontífices qui talem debitam curam adhibuerunt, nomen excellit sancti
Gregorii Magni, qui tam fidem catholicam quam thesauros cultus ac culturae a
Romanis in saeculis praecedentibus cumulatos novis Europae populis
transmittendos curavit. Sacrae Liturgiae tam Missae Sacrificii quam Officii
Divini formam, uti in Urbe celebrabatur, definiri conservarique iussit.
Monachos quoque et moniales maxime fovit, qui sub Regula sancti Benedicti
militantes, ubique simul cum Evangelii annuntiatione illam quoque
saluberrimam Regulae sententiam vita sua illustrarunt, «ut operi Dei nihil
praeponatur» (cap. 43). Tali modo sacra liturgia secundum morem Romanum non
solum fidem et pietatem sed et culturam multarum gentium fecundavit. Constat
utique liturgiam latinam variis suis formis Ecclesiae in omnibus aetatis
christianae saeculis permultos Sanctos in vita spirituali stimulasse atque
tot populos in religionis virtute roborasse ac eorundem pietatem fecundasse.
Ut autem Sacra Liturgia hoc munus efficacius expleret, plures alii Romani
Pontifices decursu saeculorum peculiarem sollicitudinem impenderunt, inter
quos eminet Sanctus Pius V, qui magno cum studio pastorali, Concilio
Tridentino exhortante, totum Ecclesiae cultum innovavit, librorum
liturgicorum emendatorum et «ad normam Patrum instauratorum» editionem
curavit eosque Ecclesiae latinae usui dedit. Inter Ritus romani libros
liturgicos patet eminere Missale Romanum, quod in romana urbe succrevit,
atque succedentibus saeculis gradatim formas assumpsit, quae cum illa in
generationibus recentioribus vigente magnam habent similitudinem.
«Quod idem omnino propositum tempore progrediente Pontifices Romani sunt
persecuti, cum novas ad aetates accommodaverunt aut ritus librosque
liturgicos determinaverunt, ac deinde cum ineunte hoc nostro saeculo
ampliorem iam complexi sunt redintegrationem». Sic vero egerunt Decessores
nostri Clemens VIII, Urbanus VIII, sanctus Pius X, Benedictus XV, Pius XII
et beatus Ioannes XXIII.
Recentioribus autem temporibus, Concilium Vaticanum II desiderium expressit,
ut debita observantia et reverentia erga cultum divinum denuo instauraretur
ac necessitatibus nostrae aetatis aptaretur. Quo desiderio motus, Decessor
noster Summus Pontifex Paulus VI libros liturgicos instauratos et partim
innovatos anno 1970 Ecclesiae latinae approbavit; qui ubique terrarum
permultas in linguas vulgares conversi, ab Episcopis atque a sacerdotibus et
fidelibus libenter recepti sunt. Ioannes Paulus II, tertiam editionem
typicam Missalis Romani recognovit. Sic Romani Pontifices operati sunt ut
«hoc quasi aedificium liturgicum [...] rursus, dignitate splendidum et
concinnitate» appareret.
Aliquibus autem in regionibus haud pauci fideles antecedentibus formis
liturgicis, quae eorum culturam et spiritum tam profunde imbuerant, tanto
amore et affectu adhaeserunt et adhaerere pergunt, ut Summus Pontifex
Ioannes Paulus II, horum fidelium pastorali cura motus, anno 1984 speciali
Indulto “Quattuor abhinc annos”, a Congregatione pro Cultu Divino exarato,
facultatem concessit utendi Missali Romano a Ioanne XXIII anno 1962 edito;
anno autem 1988 Ioannes Paulus II iterum, litteris Apostolicis “Ecclesia
Dei” Motu proprio datis, Episcopos exhortatus est ut talem facultatem late
et generose in favorem omnium fidelium id petentium adhiberent.
Instantibus precibus horum fidelium iam a Praedecessore Nostro Ioanne Paulo
II diu perpensis, auditis etiam a Nobis Patribus Cardinalibus in Concistorio
die XXIII mensis martii anni 2006 habito, omnibus mature perpensis, invocato
Spiritu Sancto et Dei freti auxilio, praesentibus Litteris Apostolicis
DECERNIMUS quae sequuntur:
Art. 1. Missale Romanum a Paulo VI promulgatum ordinaria expressio “Legis
orandi” Ecclesiae catholicae ritus latini est. Missale autem Romanum a S.
Pio V promulgatum et a B. Ioanne XXIII denuo editum habeatur uti
extraordinaria expressio eiusdem “Legis orandi” Ecclesiae et ob venerabilem
et antiquum eius usum debito gaudeat honore. Hae duae expressiones “legis
orandi” Ecclesiae, minime vero inducent in divisionem “legis credendi”
Ecclesiae; sunt enim duo usus unici ritus romani.
Proinde Missae Sacrificium, iuxta editionem typicam Missalis Romani a B.
Ioanne XXIII anno 1962 promulgatam et numquam abrogatam, uti formam
extraordinariam Liturgiae Ecclesiae, celebrare licet. Conditiones vero a
documentis antecedentibus “Quattuor abhinc annos” et “Ecclesia Dei” pro usu
huius Missalis statutae, substituuntur ut sequitur:
Art. 2. In Missis sine populo celebratis, quilibet sacerdos catholicus ritus
latini, sive saecularis sive religiosus, uti potest aut Missali Romano a
beato Papa Ioanne XXIII anno 1962 edito, aut Missali Romano a Summo
Pontifice Paulo VI anno 1970 promulgato, et quidem qualibet die, excepto
Triduo Sacro. Ad talem celebrationem secundum unum alterumve Missale,
sacerdos nulla eget licentia, nec Sedis Apostolicae nec Ordinarii sui.
Art. 3. Si communitates Institutorum vitae consecratae atque Societatum
vitae apostolicae iuris sive pontificii sive dioecesani quae in celebratione
conventuali seu “communitatis” in oratoriis propriis celebrationem sanctae
Missae iuxta editionem Missalis Romani anno 1962 promulgatam habere cupiunt,
id eis licet. Si singula communitas aut totum Institutum vel Societas tales
celebrationes saepe vel plerumque vel permanenter perficere vult, res a
Superioribus maioribus ad normam iuris et secundum leges et statuta
particularia decernatur.
Art. 4. Ad celebrationes sanctae Missae de quibus supra in art. 2 admitti
possunt, servatis de iure servandis, etiam christifideles qui sua sponte id
petunt.
Art. 5, § 1. In paroeciis, ubi coetus fidelium traditioni liturgicae
antecedenti adhaerentium continenter exsistit, parochus eorum petitiones ad
celebrandam sanctam Missam iuxta ritum Missalis Romani anno 1962 editi,
libenter suscipiat. Ipse videat ut harmonice concordetur bonum horum
fidelium cum ordinaria paroeciae pastorali cura, sub Episcopi regimine ad
normam canonis 392, discordiam vitando et totius Ecclesiae unitatem fovendo.
§ 2. Celebratio secundum Missale B. Ioannis XXIII locum habere potest diebus
ferialibus; dominicis autem et festis una etiam celebratio huiusmodi fieri
potest. § 3. Fidelibus seu sacerdotibus id petentibus, parochus
celebrationes, hac in forma extraordinaria, permittat etiam in adiunctis
peculiaribus, uti sunt matrimonia, exsequiae aut celebrationes occasionales,
verbi gratia peregrinationes. § 4. Sacerdotes Missali B. Ioannis XXIII
utentes, idonei esse debent ac iure non impediti. § 5. In ecclesiis, quae
non sunt nec paroeciales nec conventuales, Rectoris ecclesiae est concedere
licentiam de qua supra.
Art. 6. In Missis iuxta Missale B. Ioannis XXIII celebratis cum populo,
Lectiones proclamari possunt etiam lingua vernacula, utendo editionibus ab
Apostolica Sede recognitis.
Art. 7. Ubi aliquis coetus fidelium laicorum, de quo in art. 5 § 1 petita a
parocho non obtinuerit, de re certiorem faciat Episcopum dioecesanum.
Episcopus enixe rogatur ut eorum optatum exaudiat. Si ille ad huiusmodi
celebrationem providere non potest res ad Pontificiam Commissionem “Ecclesia
Dei” referatur.
Art. 8. Episcopus, qui vult providere huiusmodi petitionibus christifidelium
laicorum, sed ob varias causas impeditur, rem Pontificiae Commissioni
“Ecclesia Dei” committere potest, quae ei consilium et auxilium dabit.
Art. 9, § 1. Parochus item, omnibus bene perpensis, licentiam concedere
potest utendi rituali antiquiore in administrandis sacramentis Baptismatis,
Matrimonii, Poenitentiae et Unctionis Infirmorum, bono animarum id suadente.
§ 2. Ordinariis autem facultas conceditur celebrandi Confirmationis
sacramentum utendo Pontificali Romano antiquo, bono animarum id suadente. §
3. Fas est clericis in sacris constitutis uti etiam Breviario Romano a B.
Ioanne XXIII anno 1962 promulgato.
Art 10. Fas est Ordinario loci, si opportunum iudicaverit, paroeciam
personalem ad normam canonis 518 pro celebrationibus iuxta formam
antiquiorem ritus romani erigere aut rectorem vel cappellanum nominare,
servatis de iure servandis. Art. 11. Pontificia Commissio “Ecclesia Dei” a
Ioanne Paulo II anno 1988 erecta, munus suum adimplere pergit. Quae
Commissio formam, officia et normas agendi habeat, quae Romanus Pontifex
ipsi attribuere voluerit.
Art. 12. Eadem Commissio, ultra facultates quibus iam gaudet, auctoritatem
Sanctae Sedis exercebit, vigilando de observantia et applicatione harum
dispositionum. Quaecumque vero a Nobis hisce Litteris Apostolicis Motu
proprio datis decreta sunt, ea omnia firma ac rata esse et a die decima
quarta Septembris huius anni, in festo Exaltationis Sanctae Crucis, servari
iubemus, contrariis quibuslibet rebus non obstantibus.
Datum Romae, apud Sanctum Petrum, die septima mensis Iulii, anno Domini
MMVII, Pontificatus Nostri tertio.
1 Institutio generalis Missalis Romani, Editio tertia, 2002, 397
2 Ioannes Paulus Pp. II, Litt. ap. Vicesimus quintus annus (4 Decembris
1988), 3: AAS 81 (1989), 899.
3 Ibid.
4 S. Pius Pp. X, Litt. Ap. Motu proprio datae Abhinc duos annos (23 Octobris
1913): AAS 5 (1913), 449-450; cfr Ioannes Paulus II, Litt. ap. Vicesimus
quintus annus (4 Decembris 1988), 3: AAS 81 (1989), 899.
5 Cfr Ioannes Paulus Pp. II, Litt. ap. Motu proprio datae Ecclesia Dei (2
iulii 1988), 6: AAS 80 (1988), 1498. |
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